Pannonische Energie

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Durch nachhaltige Energiestrategien zur energieautarken Region!

ESPAN: Grenzüberschreitende Kooperation für gemeinsame Energieentwicklung

Eisenstadt (BLMS) - Heute werden im Burgenland 60% des Strombedarfs aus erneuerbarer Energie erzeugt, 50% kommen aus Windkraft, 10% aus Biomasse. „Wenn der Bund die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, dann können wir unser Ziel eines stromautarken Burgenlandes bis zum Jahr 2013 erreichen", so Landeshauptmann Hans Niessl im Vorfeld der heutigen Enquete „Nachhaltige Energiestrategien" im Technologiezentrum Eisenstadt.

In Richtung stromautarkes Burgenland wurden wichtige Schritte gesetzt. Das neue, längerfristige Ziel lautet: „Bis zum Jahr 2020 soll das Burgenland bei der Energieversorgung zu 100% autonom sein. Das entspricht dem neuen Leitbild des Burgenlandes. Dieses Leitbild steht unter dem Motto: Mit der Natur zu neuen Erfolgen!“, so der Landeshauptmann. Damit dieses wichtige Ziel erreicht werden kann, müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, dazu notwendig sind auch die besten Experten. Niessl: „Ich habe daher die heutige Veranstaltung auch zum Anlass genommen, um namhafte Experten einzuladen, am „Energieteam Burgenland“ mitzuwirken.“

Dieses „Energieteam Burgenland“ wird mit dem heutigen Tag eingesetzt, wichtigste Aufgabe ist es, Vorschläge und Strategien zu entwickeln, wie das Burgenland langfristig vollständig energieautark sein kann. Es fügt sich sehr gut, dass parallel zu dieser Arbeit grenzüberschreitende Aktivitäten im Gange sind. Der Erfahrungsaustausch, die Zusammenarbeit bei Pilotprojekten bringt in jedem Fall Vorteile für alle Beteiligten. Im Zentrum der heutigen Veranstaltung steht daher auch das Programm zur grenzüberschreitenden Kooperation Österreich-Ungarn. „Ich lege großen Wert darauf, dass die nachbarschaftliche Zusammenarbeit der Regionen weitergeführt und ausgebaut wird“, so Niessl.

Das Programm Österreich-Ungarn läuft sehr gut. Es hat ein Gesamtvolumen (EU und national) von rund 100 Millionen Euro, bis jetzt haben 4 Begleitausschüsse stattgefunden, 39 Projekte sind genehmigt worden. Dafür wurden von der EU Mittel in der Höhe von rund 48 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Projekte können vor allem in den Bereichen Innovation, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Umwelt, Mobilität und natürliche Ressourcen umgesetzt werden. Im Bereich erneuerbare Energie sind zum Beispiel die Projekte „Solarschule II“, ein Qualifizierungsprojekt für energieoptimiertes Bauen sowie das Projekt ESPAN zu nennen.

Die Abkürzung ESPAN steht für Energiestrategie für Pannonien. Dieses Projekt wurde unter der Koordination der Technologieoffensive Burgenland mit einem Projektvolumen von 3,2 Millionen Euro eingereicht. Beteiligt sind an diesem Projekt insgesamt 9 Partner aus dem Burgenland, der Steiermark und den ungarischen Nachbarkomitaten. Bei diesem Projekt werden innerhalb eines Netzwerkes gemeinsam Energiekonzepte und Strategien entwickelt und auch Pilotprojekte durchgeführt.

Der Landeshauptmann: „Durch diese gemeinsamen Anstrengungen können wir im Burgenland, aber auch über die Grenzen des Landes hinaus, dem Ziel einer Energieunabhängigkeit sehr nahe kommen und langfristig auch erreichen.“ „Ungarn steht hinsichtlich Energiepolitik nicht so gut da wie das Burgenland“, erklärte Tamás Biró vom Ministerium für Landwirtschaft und Landesentwicklung in Budapest. Es gebe hier noch Aufholbedarf. Gerade das Projekt ESPAN sei bestens dazu geeignet, denn das Burgenland und auch Ungarn haben einen hohen Anteil an Rohstoffen für Biomasse, so Biró weiter. „Wir verfolgen gemeinsam die Ziele Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energie“.

Andreas Von Busch von der Europäischen Kommission – Regionalpolitik hob die Pionierrolle des Burgenlandes hinsichtlich erneuerbare Energie hervor: „Wie versuchen das erfolgreiche Modell Burgenland auch auf andere Regionen zu übertragen. Das Burgenland ist in dieser Hinsicht sehr ehrgeizig und hat gezeigt, wie man mit geringem finanziellen Aufwand sehr viel erreichen kann.“ Besonders die Biomasse sei aufgrund der Leistungssicherheit sehr gut auf andere Regionen übertragbar.

Tatjana Paar vom RMB berichtete über die positive Resonanz des Programms. „Die ersten Verträge sind bereits unterschrieben und die Projekte in Umsetzung. Es freut uns, dass wir in der EU ein wirkliches Leitprojekt vorstellen dürfen“.

„Das Projekt ESPAN enthält eine gepackte Ladung an Energiestrategien im ländlichen Raum. Die heutige Energieenquete wird sich mit den hochambitionierten Zielen in der Energiepolitik beschäftigen“, so DI Johann Binder von der Burgenländischen Energieagentur. Rund 100 Experten aus dem Burgenland und Ungarn waren heute bei der Energieenquete im Technologiezentrum in Eisenstadt dabei.

Hier gehts zur Programmhomepage (Informationen zu den grenzüberschreitenden Förderprogrammen)

Text: Mag. Margit Fröhlich,

LandesMedienService
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit

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