A-Nobis Sektkellerei - "Projekt des Monats

MIT ÖKOLOGIE UND ÖKONOMIE ZU NEUEN STANDARDS DER SEKTKULTUR

Mit der in Zurndorf im Seewinkel errichteten Sektkellerei A-Nobis setzt das Unternehmerpaar Norbert und Birgit Szigeti neue Standards in der Sektkultur Österreichs und schafft einen touristischen Hotspot in der Region. Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Regionalfonds gefördert.

 

Der Kontext 

Der Weinbau hat in vielen Regionen Österreichs eine wichtige Rolle für kulturelle Identität und ökonomische Wertschöpfung eingenommen. Das gilt insbesondere auch für den burgenländischen Seewinkel, wo Hunderte Winzer ein qualitätsvolles und ausdifferenziertes Angebot geschaffen haben, das auch in internationaler Konkurrenz besteht und ständig weiterentwickelt wird. Das Unternehmerpaar Norbert und Birgit Szigeti besetzt darin seit mehr als 30 Jahren das Segment hochqualitativer Sektproduktion. Mit A-Nobis, einer von 2019 bis 2020 errichteten neuen Sektkellerei in Zurndorf, vollzieht es einen großen Schritt zu weiterer Qualitätsoptimierung auf Basis von Kellertechnologien, die ökologisch und ökonomisch den höchsten Ansprüchen entsprechen. Damit wird die Sektkultur im Burgenland und in Österreich auf ein neues Level gehoben und international noch stärker positioniert.

Das Projekt

Auf 4.200 m² wurde eine neue, exklusive Sektkellerei zur Produktion von hochwertigen, flaschenvergorenen Sortensekten mit dem Anspruch eines ökologisch und ökonomisch höchsten Standards entsprechenden Vorzeigebetriebs errichtet. Die technische Ausstattung garantiert einen arbeitseffizienten Betrieb, der schonend mit den natürlichen Ressourcen umgeht.

Die als Green Building konzipierte Produktionsstätte emittiert kein CO2 und verbraucht nur ein Drittel der durch Photovoltaik selbst erzeugten Energie, der Überschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist. An den Säulen des äußeren Laubenganges der Kellerei wurden Schlingpflanzen gesetzt, die durch ein Netz verbunden werden. Dadurch entsteht ein grüner Kubus, der als natürliche Klimaanlage wirken soll. Nur ein Drittel des 3 Hektar großen Areals wurde verbaut, der Rest wurde mit über 3000 Bäumen und Sträuchern aufgeforstet.

Der Kundenbereich mit einem Ausmaß von 900 m² und ein großer Innenhof in Atriumform bieten Platz für Verkostungen und kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Lesungen oder Konzerte.  Geplant sind dazu auch Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder regionalen Tourismusbetrieben.

Die Perspektive des Unternehmerpaares Szigeti

 Der Betrieb befindet sich mitten im Dreiländereck von Wien, Budapest und der Slowakei im Umkreis von 200 km mit einer Kaufkraft von 6,5 Mio. Menschen. „Gleich dahinter“, so das Unternehmerpaar, „befindet sich der Marktplatz Europa, auf dem wir uns als Freunde begegnen und ergänzen können mit dem wunderschönen Kunstwerk „Sekt“. Wichtig und grundlegend ist für uns die touristische Vermarktung unserer Produkte mit Kellerführungen, Verkostungen und die Verbindung mit Kulturangeboten.“

Die Wirkung in der Region

Mit der Gesamtinvestition von 3,9 Mio. Euro verbinden sich zunächst unmittelbare betriebsökonomische Effekte. Der Prioritätsachse „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU“ im IWB/EFRE-Programm entsprechend basiert das Projekt auf Prozessinnovationen, die die Sektproduktion ökonomisch auf den modernsten Stand bringen, eine Ausweitung des Geschäftsmodells mit starker Kapazitätserweiterung ermöglichen und zu Umsatzsteigerungen führen. Damit sind auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Region verbunden. Derzeit werden im Betrieb 14 Mitarbeiter beschäftigt. Durch das Projekt werden unmittelbar acht zusätzliche Jobs geschaffen, längerfristig sind weitere Beschäftigungssteigerungen möglich.

Darüber hinaus versteht sich das Projekt als Vorzeigemodell dafür, wie sich auch in der Sektproduktion die Erfüllung höchster ökologischer und ökonomischer Ansprüche vereinen und zur Qualitätsoptimierung führen lässt. Das bedeutet zum einen eine Kellertechnik auf modernstem ökologischen Standard und die Pflege der traditionellen Flaschengärung. Zum anderen zeigt sich dieser Anspruch auch in der Gestaltung der Kellerei als Greenbuilding und in der Bedachtnahme auf   Landschaft und Umwelt.

Damit kann A-Nobis auch als Ort kultureller Begegnung eine Anziehungskraft weit über Landesgrenzen hinweg entfalten, die sich touristisch in der Region niederschlagen wird.

Der Mehrwert eines EU-Projektes

Norbert Szigeti: „Für uns als Projektträger war es finanziell sehr wertvoll, dass unsere Investition mit EU-Fördermitteln unterstützt wurde. Wir sind der Wirtschaftsagentur Burgenland außerordentlich dankbar, dass sie die Förderung ermöglicht haben und uns fördertechnisch ausgezeichnet beraten haben. Ohne die EU-Förderung wäre die Finanzierung weitaus schwieriger gewesen.“

Fact Box

ProjekttitelErrichtung einer neuen Sektkellerei inklusive technischer Einrichtungen  
Förderprogramm   IWB/EFRE 2014-2020
Prioritätsachse     P2 – Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit von KMU
KurzbeschreibungIn Zurndorf wurde auf einer Projektliegenschaft von rund 3 ha im Eigentum von Norbert und Birgit Szigeti eine Sektkellerei errichtet. Unternehmensziel ist es, eine exklusive Sektkellerei mit ausschließlich flaschenvergorenen Sortensekten aus Österreich nach höchsten ökologischen und ökonomischen Ansprüchen zu betreiben.
Gesamtinvestition3,875 Mio Euro
Förderung                775.000 Euro aus IWB/EFRE
193.750 Euro Landesförderung
Projektstart11/06/2018
Projektende31/12/2020
FörderstelleWirtschaftsagentur Burgenland GmbH
Projektträger

A-NOBIS Sektkellerei Norbert Szigeti GmbH
Norbert Szigeti, DI Birgit Szigeti
Eigentümer
e-mail: sekt@a-nobis.at
Tel.: 0043 2173 20899

Projektwebseite                                                          www.a-nobis.at