Der Klimawandel geht durch die Hecke

LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler präsentierten im Bildungscampus Lockenhaus das Projekt „Naturkalender Burgenland“ (Foto: Landesmedienservice Burgenland)
LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler präsentierten im Bildungscampus Lockenhaus das Projekt „Naturkalender Burgenland“ (Foto: Landesmedienservice Burgenland)

Im Rahmen der Initiative „Naturkalender Burgenland“ beobachten Kinder, LehrerInnen und Eltern mit der so genannten 10-Jahreszeitenhecke - entsprechend der Jahreszeit oder saisonalen Veränderungen - den Blattaustrieb, die Blattfärbung, die Blüte oder die Fruchtreife von wilden und kultivierten Pflanzen direkt vor dem Klassenzimmer. Die Heckenpflanzen wirken dabei als äußerst empfindliche Messinstrumente der bodennahen Atmosphäre und zeigen mit früherer Blüte oder Fruchtreife ganz genau, wie sich der Klimawandel vor der Haustüre auswirkt. Mit der Naturkalender Burgenland App können auch LandwirtInnen, FörsterInnen, Naturparkgäste und alle naturinteressierten Personen an den Beobachtungen teilnehmen.

“Naturschutz ist uns ein großes und wichtiges Anliegen. Es ist ein guter Ansatz, dieses Thema in den Bildungseinrichtungen, Ortschaften und Regionen zu verwurzeln. Österreichweit sind wir mit den Naturparkschulen und -kindergärten verhältnismäßig im Spitzenfeld. Durch die intensive Auseinandersetzung der Kinder und Jugendlichen mit den Themen Naturschutz und Klima findet eine emotionale Bindung statt, die langfristig zu einer gelebten Identifizierung mit dem Naturpark führt und für Naturschutzthemen sensibilisiert. Durch diese Initiativen sorgen wir dafür, dass diese Themen auch in die Zukunft getragen werden“, so LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf.

Dabei handelt sich um ein ELER Projekt, das vom Regionalmanagement Burgenland in Kooperation mit der Bildungsdirektion, den burgenländischen Naturparken, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, den Gemeinden sowie den Naturparkkindergärten und –schulen umgesetzt wird. Daran beteiligt sind derzeit bereits 25 Naturparkschulen, der Nationalparkschulen-Cluster sowie 8 Naturparkkindergärten mit insgesamt über 2.000 KlimaforscherInnen (=Kindern). Dazu Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler: „Im Bildungsbereich haben wir unter anderem den Naturschutz als Schwerpunkt definiert. Wir wollen damit schon im frühen Alter den Umweltschutzgedanken in der Bildung, aber auch im Alltag der Kinder und Familien positionieren. Die Natur versorgt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen. Im Bewusstsein dessen, sollen Kinder zur Natur eine gute und gesunde Beziehung aufbauen. Projekte wie diese sind dabei eine große Unterstützung. Ich danke allen Verantwortlichen und Beteiligten für ihren Einsatz, für ihre Unterstützung und für die gute Zusammenarbeit.“

Im Zuge des „Naturkalender Burgenland“ werden die lebendigen Messinstrumente, sowie die Naturbeobachtung direkt in den Naturparkschulen und Naturparkkindergärten verwurzelt. In den derzeit teilnehmenden Schulen und Kindergärten wird je eine 10 Jahreszeiten-Hecken aus zwölf heimischen Gehölzarten gepflanzt, an denen die Kinder Blattaustrieb, Blühbeginn und Fruchtreife verfolgen und somit die phänologische Naturbeobachtung mit neuem Leben erfüllen. Damit das spielerisch gelingt, gibt es für die Kinder Forscherausweise mit Lupen, unterstützende Projektmappen für PädagogInnen, Klassenkalender sowie eine eigene App, um die Beobachtungen auch zu dokumentieren. Details zu diesem Projekt, das mit 77.000 Euro von dem für die Förderung zuständigen Regionalmanagement Burgenland unterstützt wird, sind via Internet unter www.naturkalender-burgenland.at in Erfahrung zu bringen.

LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler präsentierten im Bildungscampus Lockenhaus das Projekt „Naturkalender Burgenland“ (Foto: Landesmedienservice Burgenland)

LH-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler präsentierten im Bildungscampus Lockenhaus das Projekt „Naturkalender Burgenland“ (Foto: Landesmedienservice Burgenland)