Die Idee des Naturparkzentrums

Das Team des Naturparks Rosalia-Kogelberg hat die Corona bedingt ruhigere Zeit der letzten Monate sinnvoll genutzt und die internen Entwicklungsprozesse rund um das geplante Naturparkzentrum weiter vorangetrieben.

Auch LH-Stv.in, Mag.a Astrid Eisenkopf, Landesrätin für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz zeigt sich begeistert:

„Der Naturpark Rosalia-Kogelberg ist Burgenlands jüngster Naturpark aber mittlerweile einer der aktivsten Naturparke im Land! Nach Jahren der Aufbauarbeit sehen wir hier sehr gute Entwicklungen und hohes Potential. In den letzten Monaten haben alleine 4 verschiedene Naturpark Kindergärten und Volksschulen den Prädikatisierungsprozess als Naturparkschule-/ -Kindergarten begonnen, was mich besonders freut, weil hier schon bei den Jüngsten mit der Bewusstseinsbildung für eine intakte Natur angesetzt wird. Darüber hinaus konnten mehr als 10 neue Naturpark Spezialitäten Produzenten durch den Verband der Österreichischen Naturparke (VNÖ) in diesem Jahr zertifiziert werden. Die Gründung eines innovativen Naturparkzentrums ist für mich die logische Weiterführung der positiven und zukunftsorientierten Regionalentwicklung im Naturpark. Die Bündelung von unterschiedlichen aber jedoch themenaffinen Bereichen wie Naturschutz, Klimaschutz, Naturtourismus und Regionalentwicklung unter einem modernen Dach finde ich optimal und visionär.“

Das neue Zentrum wird über ein multifunktionales Raum- Funktionsprogramm verfügen, das von unterschiedlichen Partnern genutzt werden kann und vielfältige Besuchergruppen anspricht. Die Angebote richten sich an Ausflugsgäste, Naturgenießer, Wanderer, Touristen, Bildungseinrichtungen, Naturinteressierte aber auch die eigene Bevölkerung sowie unsere Naturparkspezialitäten Produzenten.

Im Zentrum enthalten soll sein ein Foyer mit einem großzügigen Eingangsbereich für flexible Ausstellungen, Informationen und Kundenkontakte, Kommunikations- und Verkaufsflächen für unsere Naturparkproduzenten, multimediale naturpädagogische Erlebnisbereiche mit barrierefreien Animationen sowie einer Vorstellung der gesamten Region mit ihren Besonderheiten, Seminarräumlichkeiten und Werkstätten, Verwaltungseinheiten und Büroräumlichkeiten für unsere Partner im Innenbereich. Der Außenbereich wird entsprechend den Grundsätzen des Naturparks barrierefrei gestaltet und soll die unterschiedlichen Bereiche der Vielfalt im Naturpark widerspiegeln. Ebenso soll ein barrierefreier Naturspielplatz für Besucherkinder, eine E-Lade Station und ein Fahrrad-Verleih inkludiert werden.

„Raum und Fläche unseren Partnern zu bieten ist uns ein zentrales Anliegen bei der Konzeption des Zentrums. Im freizugänglichen Außenbereich wird zum Beispiel ein „Marktplatz der Regionen“ entstehen, wo Naturparkspezialitäten-Genussmärkte und Veranstaltungen stattfinden können. Dieser Bereich steht allen unseren Partnern und Naturparkgemeinden zur Verfügung. Auf einem „Weg der Juwelen“ werden die unterschiedlichsten Highlights der Region erlebbar und den Besuchern für ihren Besuch im Naturpark schmackhaft gemacht. Das Naturparkzentrum soll auf der einen Seite zentrale Willkommens- und Ankunftssituation für Besucher sein, aber ebenso auch Ausgangspunkt für Wanderungen und geführte Touren, um die kulturellen, historischen oder gastronomischen Angebote aller Anbieter in der Region erlebbar zu machen. Naturpark muss man schmecken, verkosten, fühlen und mit allen Sinnen erleben können!“, so Kurt Fischer, Obmann des Naturparks.

Die nächsten Schritte

Das Raum- und Funktionsprogramm des Zentrums ist bereits abgeschlossen und dient als Vorgabe für die weitere Planung.

„Das Naturparkzentrum ist ein Haus der Kooperationen und Partnerschaften rund um Naturschutz, Nachhaltigkeit und Regionalentwicklung. Bereits bei der Planung werden die Wünsche und Anliegen unserer Partner berücksichtigt, Raumansprüche werden individuell eingeplant. Durch die Einbindung unserer Partner von Beginn an können inhaltliche und organisatorische Synergien bestmöglich genutzt werden und eine Vollauslastung des Zentrums kann gewährleistet werden“, so Marlene Hrabanek-Bunyai, Geschäftsführerin & Biodiversitätsexpertin des Naturparks.

Der inhaltliche und organisatorische Gestaltungsprozess seitens Naturparkgemeinden wird im Dezember im Rahmen einer Generalversammlung abgeschlossen. Danach werden die Konzepte und Pläne den Gemeinderäten der 13 Naturparkgemeinden für einen Grundsatzbeschluss präsentiert.

Im Frühjahr 2021 gelangt das Projekt im Rahmen eines architektonischen Ideenwettbewerbs zur Ausschreibung. Wir freuen uns bereits auf die kreativen Entwürfe und die ersten Visualisierungen des Naturparkzentrums. Klare Vorgaben für die architektonische Gestaltung gibt es seitens Naturparks nur in Richtung Besucherfreundlichkeit, Barrierefreiheit, Landschaftsbild, Klimaschutz und Energieeffizienz. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Stadtgemeinde Mattersburg, KEM „Smart Kogelberg“ und KLAR Rosalia sind Partner des Naturparkzentrums Rosalia-Kogelberg!

Das Naturparkzentrum im Bezirk Mattersburg entwickelt sich zu einem zentral gelegenen Leuchtturmprojekt mit Schwerpunkt Natur- & Klimaschutz, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie umfassender Regionalentwicklung. Wichtige Stakeholder in der Region rücken näher zusammen und bilden zukunftsreiche Partnerschaften unter dem Dach des Naturparkzentrums, darunter die Stadtgemeinde Mattersburg, KEM „Smart Kogelberg“ und die in Gründung befindliche KLAR Rosalia.

„Seitens der Stadtgemeinde Mattersburg unterstützen wir das Naturparkzentrum Rosalia-Kogelberg sehr gerne. Zum einen, weil wir als Bezirkshauptstadt natürlich Solidarität mit der Region zeigen wollen, zum anderen, weil es sich dabei um ein sehr wichtiges und nachhaltiges Projekt handelt. Das Naturparkzentrum ist definitiv ein Gewinn für die ganze Region. Ich sehe vor allem auch Chancen im Tagestourismus sowie eine wertvolle Ressource für Kindergärten und Schulen“, so Ingrid Salamon, Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterin von Mattersburg.

„Übergeordnetes Ziel dieses Zentrums in der Region ist es, groß zu denken und offen zu sein für alle Kooperationen, um bestmögliche Synergien zu schaffen und aus dem Ganzen schöpfen zu können – für die Region selbst, für den Naturpark und für die Besucher dieser Region. Von diesem Naturparkzentrum wird die gesamte Region profitieren und ich kann zu dem Konzept und vor allem dem demokratischen Beteiligungsprozess der Gemeinden nur gratulieren! Die aktive Beteiligung der Klima-Energie-Modellregion als aktiver Partner des Naturparkzentrums war für uns eindeutig und freut uns sehr!“, so Ernst Wild, Manager der Klima-Modell-Region KEM „Smart Kogelberg“.

„Viele der geplanten Maßnahmen der Klimawandelanpassungregion Rosalia wie z.B. im Bereich klimafitter Wald, Tourismus und Naturschutz berühren auch die Ziele des Naturparks Rosalia-Kogelberg. Eine Zusammenarbeit zwischen Naturpark und KLAR stellt somit sicher, dass die Maßnahmen effizient und umfassend umgesetzt werden können. Aus diesem Grund ist die Ansiedelung des KLAR-Modellregionsbüros unter einem gemeinsamen Dach mit dem Naturpark nur von Vorteil. Die räumliche Nähe bietet erhebliche Vorteile und Synergien, der Standort ist für die Bevölkerung leicht und in umfassender Weise erreichbar. Mit KEM, KLAR und dem Naturpark positioniert sich die Region Rosalia-Kogelberg als smarte, klimafitte und nachhaltige Region, in der regionale Entwicklung, Klimaschutz, Klimawandel-Anpassung und Naturschutz Hand in Hand gehen", so Dr. Markus Puschenreiter, Initiator Klimawandelanpassungs Modellregion „KLAR Rosalia“.

Kontakt und Information:

Mag. Marlene Hrabanek-Bunyai MA., Bakk.techn.
Geschäftsführerin & Biodiversitätsexpertin

Naturpark Rosalia-Kogelberg
Schuhmühle, Am Tauscherbach 1
7022 Schattendorf
www.Rosalia-Kogelberg.at 
E-Mail: Naturpark(at)Rosalia-Kogelberg.at 
Tel.: 0043 (0) 676 / 870 424 835