Großes Potential für sanften Tourismus im Donaudelta

Kajak-Tour in der Nähe von Sfântu Gheorghe, Rumänien
Kajak-Tour in der Nähe von Sfântu Gheorghe, Rumänien © Transdanube.Pearls

Rund 40 VertreterInnen aus den Bereichen Mobilität und Tourismus aus neun EU-Ländern nutzten Anfang Oktober 2018 die Gelegenheit, das Donaudelta nachhaltig zu bereisen. Im Mittelpunkt der 3-tägigen Studienreise im Rahmen des EU-Projekts Transdanube.Pearls standen regionale nachhaltige Tourismus- und Mobilitätsangebote im und am größten Fluss Europas. Beim anschließenden Partnertreffen wurden erste Erfolgsgeschichten aus der Projektumsetzung präsentiert, wie z.B. die Eröffnung einer Mobilitätszentrale in Slowenien.

Donauperle – Donaudelta

Von 1.-3. Oktober 2018 besuchten rund 40 TeilnehmerInnen im Rahmen des EU-Projekts Transdanube.Pearls das Donaudelta. Organisiert wurde die Studienreise von der Entwicklungsagentur Südost-Rumänien. Im Laufe der nachhaltigen und abenteuerlichen Tour lernten die Partner eine besondere Perle kennen: das Donaudelta, wo die Donau nach einer langen Reise durch 10 Länder ins Schwarze Meer mündet. Das Donaudelta bietet ein Spektakel unberührter Natur und eine außergewöhnliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und ein hohes Potenzial für sanften Tourismus.

Von Tulcea reisten die TeilnehmerInnen über Crisan nach Sulina, dem östlichsten Punkt Rumäniens, wo die Europäische Donaukommission einst ihren Sitz hatte und den Schiffstransport auf der Donau koordinierte. Gemeinsame Kajakausflüge im Delta- und Radtouren entlang des Donauufers zeigten das breitgefächerte Potential der Region und die Möglichkeiten, Attraktionen mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten den Touristen zugänglich zu machen. Darüber hinaus unterstrichen Wanderungen im Letea-Wald, dem ältesten rumänischen Naturschutzgebiet, sowie Arbeitstreffen mit VertreterInnen des Biosphärengebiets im Donaudelta, die Notwendigkeit, das UNESCO-Weltnaturerbe zu schützen. Den letzten Tag verbrachten die TeilnehmerInnen in Sfântu Gheorghe – dem Ort, an dem die Donau auf ihrem südlichsten Ast ins Schwarze Meer mündet. Ziel der Erkundungstour in dieser besonderen Perle war es, anhand eigener Erfahrungen, ein Gefühl für die Möglichkeiten zu entwickeln, mit nachhaltigen Mobilitäts- und Tourismusangeboten, diesen einzigartigen Natur- und Lebensraum unter der Prämisse der Nachhaltigkeit für BesucherInnen zugänglich zu machen. Darüber hinaus, lernten die strategischen Partner und VertreterInnen aus dem Mobilität- und Tourismussektor das Projekt Transdanube.Pearls und die Aktivitäten der Partnerorganisationen kennen.

Transdanube.Pearls-Partnertreffen: Erste Erfolge

Im Anschluss an die Studienreise fand von 3. - 5. Oktober das Partnertreffen statt, bei dem erste Erfolgsgeschichten von umgesetzten Pilotaktionen präsentiert wurden. Hierzu gehört beispielsweise die Eröffnung der Mobilitätszentrale in Murska Sobota, Slowenien im Juni 2018 und die Einrichtung einer neuen Buslinie für die letzte Meile vom Bahnhof bis zum Neusiedler See in Österreich. Außerdem legten die Projektpartner die nächsten Schritte für die erfolgreiche Etablierung eines Netzwerks von sogenannten Donauperlen fest.

Über das Projekt Transdanube.Pearls

Insgesamt arbeiten 15 Projektpartner aus neun Donauländern sowie 24 strategische Partner unter der Leitung des österreichischen Umweltbundesamtes an dem Projekt und haben sich somit dem Konzept der nachhaltigen Mobilität im Tourismus verschrieben. Während der Projektlaufzeit wird jede Destination nachhaltige Mobilität im Tourismus durch eine umfassende Reihe von Maßnahmen fördern. Geplant sind die Einrichtung von Mobilitätsinformationszentralen und Mobilitätsmanagern, die Schulung von lokalen und regionalen Akteuren im Bereich der nachhaltigen Mobilität und die Entwicklung von bis dato fehlenden Mobilitätsangeboten sowohl innerhalb der Destinationen als auch zwischen den Destinationen - dazu gehören zum Beispiel Pilotmaßnahmen zu Radwegen, Fahrradverleih-, Beförderungs- und Parksystemen. Das Projekt läuft insgesamt zweieinhalb Jahre und wird durch das EU Interreg Programm "Danube Transnational Programme" gefördert. Das Gesamtbudget beträgt rund 2,9 Millionen Euro.

TeilnehmerInnen der Studienreise in Sulina, Rumänien © Transdanube.Pearls