Launch des Alpinen Schulmodells und des internationalen Netzwerks Ouralps am 14. und 15. Mai in Morbegno (I)

Für die Förderung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Alpen: Der offizielle Launch des Alpinen Schulmodells und des internationalen netzwerks Ouralps am 14. und 15. Mai in Morbegno (I)

Über hundert Teilnehmer interessierten sich für das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung und nahmen an der internationalen Konferenz “Learning and Networking for sustainable development in the Alps” vom 14. bis 15. Mai teil. Mit der Vorstellung des Alpinen Schulmodells sowie des internationalen Netzwerks Ouralps, markiert die Konferenz den Auftakt eines innovativen, pädagogischen Konzepts im Alpenraum.

“Die Jugend im Sinne von bergorientierter Umweltbildung für eine nachhaltige Zukunft in den Alpen zu bilden” – dies ist das Motto des Ansatzes, den das Alpine Schulmodell propagiert. Mehr noch, der innovative Ansatz befürwortet Unterricht im Freien, interdisziplinäre Methoden und zielt letzten Endes darauf ab, nicht-formale Bildungsansätze in den formalen Unterricht zu integrieren, um die Jugend von heute wieder mit ihrer Bergumwelt in Verbindung zu setzen.

Nach einer Präsentation des Ansatzes von mehreren Pilotregionen, diskutierten offizielle Vertreter der Bildungsinstitutionen aus Italien, Österreich, Frankreich und Slowenien über die Zukunft des Alpinen Schulmodells und seine Integration in die formalen Bildungsprogramme. In Italien beispielsweise, sollen die sogenannten “Reti di scopo” – lokale Netzwerke, die aus Schulen und anderen Institutionen bestehen, den Zertifizierungsprozess der Alpinen Schulen und ihrer Parter in Zukunft begleiten. Auch in Österreich wird das Alpine Schulmodell im Burgenland implementiert, um die weitere Fortführung und Verbreitung auf nationaler Ebene zu gewährleisten. Sehr positiv äußerte sich der Regionalrat für Umwelt und Klima der Lombardei, welcher darauf setzt, dass das Alpine Schulmodell die notwendigen Veränderungen für eine Kultur der nachhaltigen Entwicklung aktiv unterstützt.

Das zweite große Output der Konferenz beinhaltete die Präsentation von OurAlps, das internationale Netzwerk zu bergorientierter Umweltbildung in den Alpen, das darauf abzielt, Interessierte aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen, um den Austausch zwischen bildungs-und bergaffinen Menschen auf alpenweitem Niveau zu fördern. In diesem Sinne diskutierten Vertreter unterschiedlicher, internationaler und nationaler Vereine wie Alplab, Alpenstadt des Jahres, Umweltdachverband sowie des WEEC Netzwerks zu Fragen des Mehrwerts und zukünftiger Möglichkeiten des internationalen Netzwerks. In diesem Kontext stellte sich heraus, dass es von zentraler Wichtigkeit ist, andere Sichtweisen zu beleuchten, beispielsweise die Bedeutung stadtnaher Gebiete für einen alpinen Ansatz bergorientierter Umweltbildung zu untersuchen.

Am zweiten Konferenztag wurden drei Workshops organisiert, in welchen die Teilnehmer intensiv in die Inhalte eintauchen konnten. Während der Workshop zum Alpinen Schulmodell zeigte wie die Aktionen in der Praxis aussehen, ging es im Workshop zum Netzwerk um die Entwicklung von konkreten Zukunftsszenarien. Der Workshop zum Thema Klimawandel und Biodiversität hingegen ermöglichte den thematischen Erfahrungsaustausch zwischen interessierten Teilnehmern.

Das Regionalmanagement Burgenland ist Projektpartner beim Alpine Space Projekt.

Für weitere Informationen zum Projekt YOUrALPS und den Ergebnissen:

https://www.alpine-space.eu/projects/youralps/en/home
OurAlps Netzwerk: https://www.ouralps.org/de
Facebook: YOUrALPS
Twitter: @YOUrALPS