In enger Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Burgenland sowie der Pädagogischen Hochschule Burgenland

Projektlaufzeit: 01.01.2019-30.06.2021
Projektbudget: EUR 118.449,00

Naturparkschulen als Forschungsstationen für Klimawandel und Biodiversität

Im Rahmen des ELER-Projektes soll die früher an Schulen durchgeführte Naturbeobachtung zu neuem Leben erweckt werden. Die Schüler/Innen der Burgenländischen Naturparkschulen und die Kinder der Naturpark-Kindergärten sollen altersgemäß als Klimabiodiversitäts‐ und Heckenspezialist/innen ihres Naturparks ausgebildet werden. Mit ihren Beobachtungen von Blattaustrieb, Blüte oder Fruchtreife an eigens am Gelände gepflanzten „10 Jahreszeiten‐Schulhecken“, können sie so wichtige Beiträge zum besseren Verständnis der Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die biologische Vielfalt des Burgenlandes liefern.                                                               

Auch Erwachsene für die Naturbeobachtung begeistern

Mittels innovativen Beobachtungstools, wie einer eigenen Smartphone-App, soll auch die erwachsene Naturparkbevölkerung für die vergleichende Naturbeobachtung begeistert werden. Die so gesammelten Daten können für das Burgenland, aber auch für weltweite Forschungsprojekte nutzbar gemacht werden. Schließlich lassen sich diese Naturbeobachtungsaktivitäten, sowie die daraus resultierenden Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Klimaveränderung und Biodiversität, nachhaltig in die Arbeiten der Naturparks integrieren und können so zu regelmäßigen Vermittlungsinhalten werden. Im Rahmen der Initiative soll die ehemals traditionell an den Schulen durchgeführte phänologische Naturbeobachtung mit neuem Leben erfüllt werden. Schüler/innen und Bevölkerung beobachten die jährliche Naturentwicklung und lernen Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Klimawandel mit modernen Methoden kennen.

Mitforschen, wie sich der Klimawandel auf Tiere und Pflanzen auswirkt

An alle teilnehmenden Schulen und Kindergärten wird je eine „10 Jahreszeiten‐Hecke“ geliefert. Diese besteht aus 12 Gehölzarten und kann von den Kindern und Jugendlichen nach einer beiliegenden Anleitung direkt am Schulgelände gepflanzt werden. Damit werden wichtige Beobachtungsobjekte in Form von heimischen Gehölzen direkt am Schulgelände verwurzelt. So kann deren phänologische Entwicklung jederzeit und ohne viel Aufwand im Rahmen des Schulalltages beobachtet werden. Mit der geplanten Naturkalender-App für das Burgenland kann man die Heckenpflanzen, sowie dutzende, für die Naturparkregionen typische Tier- und Pflanzenarten fotografieren und auch direkt eintragen, in welcher Entwicklungsphase sich diese gerade befinden. Wenn man das regelmäßig macht, erkennt man bald, wie sich der Klimawandel auf Tiere und Pflanzen auswirkt und welche Zusammenhänge es zwischen der jährlichen Witterung und der biologischen Vielfalt gibt.

In nur 5 Sekunden der Klimaforschung, den Bauern und den Naturparkbesuchern helfen

Jede Beobachtung und jedes Foto liefert dabei einen wertvollen Beitrag für die Natur- und Klimaforschung im Burgenland, in Österreich und der ganzen Welt! Denn die Beobachtungen fließen in die europäische phänologische Datenbank ein, die von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik betreut wird. Damit werden sie für Klimaforscher/innen auf der ganzen Welt nutzbar. Zusätzlich fließen diese App-Beobachtungen zu Schwarzem Holler & Co auch noch in ein Computermodell ein, mit dessen Hilfe viele burgenländische ÖPUL-Betriebe immer wissen, wann ihre Wiesen gemäht werden müssen. Somit helfen die Naturparkschulen und alle App-Benutzer auch ganz konkret dabei mit, den Bauern gutes Futter für ihre Kühe zu ermöglichen und unsere Wiesen bunt und artenreich zu halten. Schlussendlich helfen diese Daten auch noch den Naturparkbesuchern, weil sie so besser wissen, welche Pflanzen gerade blühen, und wann ihr Naturpark am schönsten ist. Schließlich sollen die Naturbeobachtungsaktivitäten in die Arbeiten der Natur-Führer/innen integriert und längerfristig regelmäßiger Vermittlungsinhalt werden. Damit sollen v.a. die Ziele 1 (Bedeutung der Biodiversität ist von der Gesellschaft anerkannt), 2 (Biodiversitätsforschung und Biodiversitätsmonitoring sind ausgebaut) und Ziel 12 (Beitrag zur Bewältigung der globalen Biodiversitätskrise ist geleistet) der ÖBST 2020+ unterstützt werden.


Downloads und Websites:

Projektergebnisse und selbst aktiv mitmachen:
www.naturkalender.at/regionalprojekte/naturkalender-burgenland


Ihre Ansprechpartnerin

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Mag. Andrea Sedlatschek

Büro Pinkafeld - Ansprechpartnerin Naturparke


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